Dies ist eine Fehlentwicklung eines befruchteten Eis, bei der die Embryonalanlage verkümmert ist oder ganz fehlt.
Das Windei geht in den ersten Schwangerschaftswochen zugrunde. Bei 50–90 % der Spontanfehlgeburten im 2. Schwangerschaftsmonat handelt es sich um ein Windei. Als Ätiologie werden neben genetischen Defekten auch äußere Faktoren wie Intoxikation und Sauerstoffmangel diskutiert. Klinisch und sonographisch fehlt ein Größenwachstum der Gebärmutter. Subjektive Schwangerschaftssymptome sind lediglich schwach ausgeprägt. Teils bestehen Schmierblutungen. Die definitive Diagnosei wird sonographisch gestellt. Die Schwangerschaftsanlage misst meist weniger als 3 cm. In der von Chorionzotten umgebenen leeren Fruchtblase finden sich keine embryonalen Strukturen. Als therapeutisches Procedere ist eine Kürettagei indiziert.
