Ulcus molle - Weicher Schanker

 

 Krankheitsbild
Die Krankheit äußert sich wenige Tage nach der Ansteckung. In der Regel erkennt man sie an sehr schmerzhaften, kleinen Hautgeschwüren (Ulcera) an den Geschlechtsorganen. Ferner besteht eine regionäre Lymphknotenschwellung (Inguinallymphknoten). Besonders bei Frauen kann die Infektioni aber auch völlig symptomlos verlaufen.

Ulcus molle ist in Europa sehr selten, Vorkommen v.a. in tropischen Ländern.


Ursache
Die Krankheit entsteht durch Infektion mit dem Bakterium Haemophilus ducreyi. Die Keime sind sehr empfindlich gegenüber Kälte und Austrocknung, ihre Übertragung erfolgt praktisch ausschließlich durch Geschlechtsverkehr. Die Infektion generalisiert nur selten über die Lymphknoten hinaus.


Diagnosei
Die Diagnose wird nach dem klinischen Bild gestellt, Abstrich mit mikroskopischer Untersuchung nach Färbung und die Kultur des Erregers sichern sie ab. Insbesondere eine Syphilisi wegen der Verwechslungsgefahr im frühen Stadium, aber auch andere sexuell übertragbare Erkrankungen sollten wegen der Gefahr einer Mischinfektion zusätzlich durch Laboruntersuchungen ausgeschlossen werden.


Krankheitsverlauf
Ohne Behandlung können sich die Bakterien entlang der Lymphgefäße in die Lymphknoten der Leiste ausbreiten. Dadurch verfärbt die Haut sich rot und es kommt zu einer schmerzhaften Schwellung der Lymphknoten, die nach außen eitrig aufbrechen können. Die entzündliche Schwellung eines Lymphknoten wird Bubo genannt. Meist kann der Krankheitsverlauf an diesem Punkt vom Immunsystem gestoppt werden.


Therapie
Ulcus molle wird mit Antibiotika behandelt, gut wirksam gegen H. ducreyi ist Ceftriaxon in einer Einmaldosis als intramuskuläre Injektion, die Prognose ist gut. Wichtig ist die sexuelle Enthaltsamkeit bis zur vollständigen Ausheilung und die Partnerbehandlung, damit eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert werden kann.


Vorbeugung
Durch die Anwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr kann die Gefahr einer Infektion verringert werden.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ulcus molle aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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