Schwangerschaftsbluthochdruck

Formen:
Man unterscheidet:

    - Gestationshypertonie ohne Proteini im Urin (Proteinurie)
    - Gestationshypertonie mit Proteinurie und Ödembildung = Präeklampsie.

Folgen einer Präeklampsie können Eklampsiei und HELLP-Syndrom sein.

Abzugrenzen sind eine

    - vorbestehende arterielle Hypertoniei, die Probleme bereitet (ICD-10: O10)
    - vorbestehende Hypertonie mit neu aufgetretener Proteinurie = Pfropf-Präeklampsie (ICD-10: O11)

Hypertonie in der Schwangerschaft ist einer der häufigsten Schwangerschaftskomplikationen und ist für 30 % der perinatalen Sterblichkeit (Säuglingssterblichkeit während der Geburt) und für 20 % der Müttersterblichkeit verantwortlich.

Symptome:
Die Betroffenen weisen die typischen Symptome eines Bluthochdrucks auf. Dazu zählen Kopfschmerzen oder Druckgefühl, Sehstörungen, Schwindelgefühle und Übelkeit. Des Weiteren kann es zu einer vermehrten Urinausscheidung aufgrund des erhöhten Gefäßdruckes kommen. Die oft genannte Ödembildung wird nicht mehr als charakteristisches Symptom einer Schwangerschaftserkrankung gesehen, da Wassereinlagerungen in beinahe allen Schwangerschaften vorkommen. Die Gestationshypertonie manifestiert sich ab Beginn der 20. Schangerschaftswoche und sollte sich spätestens innerhalb von 12 Tagen nach Entbindung zurückgebildet haben.

Diagnostik:
Die eigentliche Diagnostik erfolgt durch die regelmäßige Überprüfung des Blutdrucks im Rahmen der gynäkologischen Schwangerschaftsvorsorge und durch die Eigenbeobachtung der Schwangeren. Treten Symptome auf oder wird ein Blutdruck mit Werten von über 140/100 mmHg dauerhaft gemessen, kann von einer Gestationshypertonie ausgegangen werden. Von einer schweren Ausprägung spricht man bei Blutdruckwerten von über 160/110 mmHg.

Therapie:
Die Therapie der Gestationshypertonie kann nur symptomatisch erfolgen. Bettruhe und körperliche Schonung sowie eine ausgeglichene und auf die Schwangerschaft ausgerichtete Ernährung sind Mittel der ersten Wahl bei einer leichten Hypertonie. In schweren Fällen oder bei anhaltendem Bluthochdruck kann eine medikamentöse Therapie mit Alphamethyldopa, Betablockern oder auch Hydralazinen eingeleitet werden.

Prognose:
Durch die gute Überwachung und Aufklärung der Mütter hat die Gestationshypertonie in den allerwenigsten Fällen ernsthafte Auswirkungen auf Schwangerschaft und Geburt. Auch die medikamentösen Möglichkeiten erlauben eine zeitige Senkung des Blutdrucks, so dass das Risiko für eine Frühgeburt oder Mangelentwicklung des Kindes durch eine unzureichende Nährstoffzufuhr deutlich vermindert wird.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schwangerschaftshypertonie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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