Schwangerschaftsabbruch

 

 

Bei einem Schwangerschaftsabbruch, auch Abtreibung oder in der Medizin Interruptio (lateinisch für Unterbrechung) genannt, wird der Fruchtsack mit dem Embryo respektive dem Fötus aus der Gebärmutter abgesaugt oder nach Verabreichung eines Medikaments durch Zusammenziehen der Gebärmutter ausgestoßen. Davon zu unterscheiden ist der Aborti, der als übergeordneter Begriff auch einen nicht bewusst herbeigeführten Spontanabort (Frühgeburt) bis zur 24. Woche beinhaltet.


Medizinische Aspekte

In der Medizin wird die Dauer einer Schwangerschaft vom ersten Tag der letzten Regelblutung an berechnet.
In manchen Gesetzgebungen beziehen sich Fristen für einen Schwangerschaftsabbruch auf den Befruchtungszeitpunkt (z. B. Deutschland). Hier sind somit 2 Wochen dazuzurechnen, um zu der in der Medizin üblichen Berechnung zu kommen.
Sofern Mediziner von Schwangerschaftsmonaten sprechen sind damit auch nicht kalendarische Monate gemeint, sondern jeweils vier Wochen.
Aus diesen Gründen können sich scheinbare Abweichungen in den Zeitangaben ergeben.

Eingriffe vor der Nidation (Einnistung der Blastozystei in der Schleimhaut der Gebärmutter) gelten nach deutschem Recht nicht als Abbruch. Die Einnistung findet etwa eine Woche nach der Befruchtung bzw. etwa drei Wochen nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung statt.

Mit Embryo (von griechisch ??????, émvrio – die ungeborene Leibesfrucht, im Inneren Keimen) bezeichnet man die Frucht ab Empfängnis/Zeugung. Anfang der vierten Woche ist bereits der Blutkreislauf nachweisbar. Von jetzt an pulsiert die Herzanlage und nimmt dann mit ihrer schnellen Volumenvergrößerung einen relativ großen Teil des ganzen Embryo ein. Ab der 13. Schwangerschaftswoche spricht man auch vom Fetus (lateinisch für „die Brut, Nachkommenschaft“).

Von Spätabbruch spricht man bei einem Abbruch etwa nach der 12. Woche. Solche Spätabbrüche werden in Deutschland zumeist aufgrund einer schweren Behinderung des Fötus vorgenommen, seltener wegen einer unmittelbaren gesundheitlichen Gefährdung der Schwangeren.


Verhütung nach einem Abbruch

Frauen, die einen Abbruch durchführen lassen, benötigen danach eine wirksame Verhütung. Die vorliegende Schwangerschaft bestätigt die Fruchtbarkeit und ein komplikationsloser Abbruch hat keine negativen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Nach dem Abbruch der Schwangerschaft stellt sich der Körper sehr schnell wieder um. Nach etwa zwei Wochen findet häufig der nächste Eisprung statt und die Frau kann wieder schwanger werden. Es wird deshalb empfohlen, sofort nach dem Abbruch mit einer wirksamen Verhütungsmethode zu beginnen.

 

 

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