Obwohl die männlichen Geschlechtsorgane zum Zeitpunkt der Geburt bereits vollständig angelegt sind, findet die weitere Ausdifferenzierung erst im Verlaufe der Pubertät unter dem Einfluss der Geschlechtshormone statt. Unter dem Anstieg des Testosteronspiegels im Blut vor und zu Beginn der Pubertät um das zwei- bis dreifache, wird das Wachstum von Penis, Hodensack, Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenblase, Prostatai, Präputial- und Bulbourethraldrüsen stimuliert und im Verlaufe der Pubertät erreichen später auch die Hoden ihre volle Funktionalität einschließlich der Fähigkeit zur Produktion von befruchtungsfähigen Spermien. Nach dem Beginn der Spermienbildung (Spermarche) erfolgt bei einem durch sexuelle Aktivität willkürlich ausgelösten Orgasmusi nicht mehr wie zuvor gegebenenfalls bei einem sogenannten feuchten Orgasmus nur eine mehr oder weniger geringe Ausschüttung von Sekreten, sondern ein Samenerguss (Ejakulationi). Bei sexuell weniger aktiven oder völlig abstinenten Jugendlichen wird hingegen früher oder später nach der Spermarche eine Pollutioni stattfinden.
