Physiologische Grundlagen

Unabhängig vom Geschlecht findet bei Kindern auch schon lange vor der Pubertät eine gleichzeitige, doch im Vergleich zum Lebensabschnitt der Geschlechtsreifung geringfügige Produktion von Östrogenen und Androgenen wie beispielsweise Testosteron statt, allerdings bei Jungen und Mädchen in jeweils verschiedenen Mengenanteilen. Da bei Mädchen deutlich mehr Östrogene und bei Jungen mehr Androgene hergestellt und ausgeschüttet werden, bezeichnet man Östrogene als weibliche und Androgene als männliche Geschlechtshormone.

Beim männlichen Geschlecht
Bei männlichen Kindern und Erwachsenen wird über den im Hypothalamus gebildeten Hypothalamischen Gonadotropin-releasing-Faktor LRF und dem im Hypophysenvorderlappen gebildeten Gonadotropin ICSH (interstitielles Zellen stimulierendes Hormoni) = LH (Lutenisierungshormon) in den Leydig-Zellen der Hoden die Produktion von Testosteron, und damit dem diesem nahestehenden, allerdings deutlich vermännlichend wirkenden Androsteron, und in sehr geringen Mengen auch die Herstellung und Ausschüttung von Östrogenen geregelt. Von dieser Regelung unabhängig erfolgt in den Nebennieren die Bildung von Nebennierenandrogenen.

Beim weiblichen Geschlecht
Hier erfolgt über Hypothalamische Gonadotropin-relasing-Faktoren und den im Hypophysenvorderlappen gebildeten Gonadotropinen FSH und LH die Regulation der in den Eierstöcken gebildeten Östrogene. Die auch in den Nebennieren gebildeten Östrogene sind dieser Regelung nicht unterworfen. Zu den Östrogenen gehört das biologisch wirksamste Östrogen 17-?-Östradiol (17?-Estradiol), das wesentlich schwächer wirkende und bislang nur als biologisch bedeutungslos erkannte Östron (Estron), sowie noch mindestens 20 andere Östrogene.

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