Missed Abortion - verhaltener Abort

 

Die Fruchtanlage ist hierbei abgestorben, wird aber nicht aus der Gebärmutter ausgestoßen. Es gibt außer fehlenden Vitalitätszeichen, was fetale Herzaktionen und Kindsbewegungen beinhaltet, keine äußeren Anhaltspunkte wie eine Blutung oder Gewebsabgang. Der Zervikalkanal ist geschlossen. Auffällig ist die Wachstumsretardierung der Gebärmutter in der Routineschwangerschaftskontrolle oder ein Ausbleiben der Kindsbewegung. Ebenfalls minimieren sich die subjektiven Schwangerschaftszeichen wie Übelkeit oder Brustspannen. Sonographisch erfolgt die endgültige Diagnosei des im Uterusi nachweisbaren Embryos mit fehlenden Vitalitätszeichen.

Bis zur 12. SSW erfolgt als Therapie eine Saugkürretage der Gebärmutter. Präoperativ werden hierzu Prostaglandinei zur Erweiterung und Erweichung der Zervixi verabreicht, um nicht eine spätere Schwangerschaft durch eine Verletzung der Cervix mit einer Cervixinsuffizienz zu gefährden. Bei Überschreiten der 12. SSW wird mittels Oxytocin- oder Prostaglandininfusionen eine Geburt eingeleitet, welcher abschließend eine Curettage folgt.

Als seltene Komplikation der missed Abortion gilt das Dead-Fetus-Syndrom. Hierbei verblieb der abgestorbene Fetus mehrere Wochen nach der 12. SSW in der Gebärmutter, wobei es zur Einschwemmung von thromboplastischem Material in den mütterlichen Blutkreislauf kommen kann, mit der Folge einer lebensbedrohlichen disseminierten intravasalen Gerinnung.

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