Krankheitsverlauf

 

Eine HIV-Infektioni verläuft in vier Phasen:


Akute Phase (vier bis sechs Wochen)

Zwei bis sechs Wochen nach einer Infektion können grippeähnliche Symptome wie Fieber, Nachtschweiß, geschwollene Lymphknoten, Übelkeit usw. auftreten.

Die häufigsten Symptome einer akuten HIV-Infektion sind (angegeben nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens)

    -  80 % Fieber
    -  78 % Abgeschlagenheit, Müdigkeit
    -  68 % Unwohlsein, Krankheitsgefühl
    -  54 % Kopfschmerzen
    -  54 % Appetitverlust
    -  54 % Arthralgien (Gelenkschmerzen)
    -  51 % Hautausschlag
    -  51 % Nachtschweiß
    -  49 % Myalgien (Muskelschmerzen)
    -  49 % Übelkeit
    -  46 % Diarrhoe (Durchfall)
    -  46 % Fieber und Ausschlag (als Kombination)
    -  44 % Pharyngitis oder Schluckschmerzen
    -  37 % orale Ulzerationen (Geschwüre im Mund)
    -  34 % Steifer Nacken (vermutlich aufgrund der auch dort befindlichen und angeschwollenen Lymphknoten)
    -  32 % Gewichtsverlust größer als 2,5 kg
    -  24 % Lichtempfindlichkeit

Manche Patienten bemerken obige Symptome jedoch nicht oder sie haben keine.

Zur Diagnostik einer akuten HIV-Infektion dient ein positiver HIV-RNA-Test durch eine RT-PCR und ein negativer oder „grenzwertiger“ Bestätigungstest.

 

Latenzphase (meist mehrjährig)
In dieser Zeit vermehrt sich das Virus im Körper. Betroffene, sofern sie von ihrer Infektion wissen, leiden allenfalls psychisch darunter, körperliche Symptome treten hingegen keine auf. Die Latenzzeit kann auch gut bis zu zehn Jahren dauern.


(A)ids (R)elated (C)omplex
Es treten die gleichen Beschwerden wie in der Akuten Phase auf. Sie gehen jedoch nicht mehr zurück.


Krankheitsphase
Die Diagnosei „Aids“ wird gestellt, wenn bei einem HIV-Positiven bestimmte Infektionen, die sogenannten Aids definierenden Erkrankungen, festgestellt werden. Diese Infektionen nennt man opportunistische Infektionen. Oft sind die Erreger solcher Infektionen für den gesunden Menschen bzw. ein gesundes Immunsystem harmlos. Durch das geschwächte bzw. vernichtete Immunsystem eines HIV-Positiven kann sich der Organismus jedoch nicht mehr gegen selbst harmlose Erreger wehren und es treten die o. g. Infektionen auf. Als Maß für die Zerstörung des Immunsystems dient die T-Helfer-Zellen-Zahl im Blut eines HIV-Infizierten. Der Standard-Grenzwert ist erreicht, wenn das T-Zell-Niveau eines Patienten unter 200–400 / µl Blut fällt. Die Unterschreitung dieser Grenze stellt eine Behandlungsindikation dar. Es existiert die Theorie, dass nicht jeder, der mit dem HI-Virus infiziert wurde, zwangsläufig Aids entwickelt. Hierzu gibt es jedoch keine gesicherten Erkenntnisse.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Aids aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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