Hepatitis

 

 

Für Menschen, die durch ihre sexuellen Praktiken erhöhte Risiken eingehen, z. B. BDSM-Praktizierende, Besucher von Darkrooms, oder Personen mit einer nicht streng monogamen Lebensweise (z. B. polyamoren Beziehungen), ist eine HIV-Infektioni nicht das einzige Risiko, das abgewägt werden muss. Beispielsweise wird Hepatitis B erheblich leichter übertragen als HIV, und kommt in der breiten Bevölkerung relativ häufig vor (Rate einer chronischen Infektion in Deutschland 0,6 %). Bei Menschen aus vielen Regionen (Asien, Afrika, Lateinamerika, Osteuropa) oder Angehörigen bestimmter Subkulturen ist die Infektion weit verbreitet - in einigen Ländern sind bis zu 30% der Bevölkerung chronisch infiziert.

Eine akute Infektion mit Hepatitis B nimmt, je nach Alter, in 0,5% bis 1% der Fälle einen fulminanten Verlauf, der zu Leberversagen und Tod führt, falls keine Transplantation vorgenommen werden kann. Eine Infektion wird bei gesunden Erwachsenen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 5-10% chronisch, was langfristig mit etwa 25-prozentiger Wahrscheinlichkeit wiederum zu tödlichen Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs führt. Somit können ungeschützte Sexualkontakte in Bezug auf Hepatitis ein um ein vielfaches höheres langfristiges Risiko darstellen als zum Beispiel das Fahren eines Motorrads.

Hepatitis hat, im Vergleich zu HIV, ein wesentlich höheres Risiko, durch z. B. orale Praktiken wie Cunnilingus oder Fellatio übertragen zu werden. Die Gefahr einer Infektion kann drastisch verringert werden durch Verwendung von Barrieremethoden (Kondom, Lecktuch), sowie durch eine Impfung, die in vielen Fällen von den Krankenkassen übernommen wird. Auch gemeinsame Benutzung z. B. von Sexspielzeug oder Zahnbürsten kann das Virus übertragen, und muss daher vermieden werden.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Safer Sex aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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