Coming-out (von engl. "to come out of the closet", wörtlich: aus dem Kleiderschrank herauskommen) bezeichnet im Zusammenhang mit Homosexualität einen Prozess, im Verlauf dessen sich eine lesbische Frau oder ein schwuler Mann persönlich bewusst wird, homosexuell zu sein und gegebenenfalls in der Folge diesen Umstand auch dem sozialen Umfeld offenbart, sich outet.
Analog zur sexuellen Orientierung (lesbisch/schwul - bi - hetero) durchleben auch Menschen, denen das Schema der Heteronormativität in anderer Weise nicht gerecht wird, einen solchen Prozess. Die gesellschaftliche Erwartung einer (Hetero-) sexuellen Orientierung ist also nicht der einzige mögliche Grund. Ähnlich wirken eingeschränkte bis fehlende Akzeptanz für sexuelle Vorlieben/Neigungen (z.B. SadomasochistInnen), für weitere Formen geschlechtlichen (Zugehörigkeits-) Selbstverständnisses (TransvestitInnen), für mit der geschlechtlichen Identität nicht übereinstimmende biologische Zuordnung (Transgender), selbst für androgyne Menschen. Daraus ergeben sich teilweise weitere Fragekomplexe wie die nach Geschlechterrollen und Identitätsgeschlecht. Bei Transgender-Personen werden gegebenenfalls zusätzliche Themen wie geschlechtsangleichende Maßnahmen und das Transsexuellengesetz aktuell. Der nachfolgende Text konzentriert sich im Interesse besserer Allgemeinverständlichkeit überwiegend auf homosexuelle Menschen.
