Auslöser für Pubertätsunterschiede

Verschiedene Faktoren nehmen unterschiedlich starken Einfluß auf Verlauf und Ausprägung der Pubertät von Individuen oder Gruppen.

Vererbung
Die Pubertät wird zu einem großen Teil genetisch gesteuert. Dabei kommt dem Pubertätsgen GPR 54 eine besondere Bedeutung zu. Eineiige Zwillinge entwickeln sich nahezu synchron. So liegt der Beginn der Menstruationi bei weiblichen eineiigen Zwillingen ein bis zwei Monate auseinander, während es bei zweieiigen Zwillingen bis zu 12 Monate sind.

Ernährung/Sport
Fettzellen stimulieren bei Mädchen die Produktion von Geschlechtshormonen, so dass durch eine plötzliche Gewichtszunahme und eine Steigerung des Körperfettanteils die sexuelle Reife ausgelöst werden kann. Früh ansetzende Essstörungen können die Pubertät verzögern. Sportlich sehr aktive Mädchen bzw. Mädchen mit sehr niedrigem Fettanteil erreichen dementsprechend die sexuelle Reife oftmals erst spät.

Körperliche Gesundheit
Störungen der Schilddrüse oder Schädigungen der Nervenzentren im Kindesalter können die Pubertät verzögern oder das Erreichen der Geschlechtsreife ganz verhindern. Die erste Menstruation ist in Gebieten häufig verzögert, in denen Armut und dementsprechend häufiger Infektionskrankheiten und Unterernährung auftreten.

Emotionale Gesundheit
Eine schwache emotionale Gesundheit kann die Pubertät früher beginnen lassen. In Familien mit vielen Problemen ist das frühe Gründen einer eigenen Familie anscheinend eine Anpassung.

Einkommen
Mädchen aus Familien mit hohem Einkommen bekommen im Schnitt ihre erste Menstruation 6 bis 18 Monate vor Mädchen, die finanziell eher schlecht gestellt sind.

Ethnische Gruppe
Afroamerikanische Mädchen sind kaukasisch-amerikanischen Mädchen durchschnittlich um 8 Monate mit der ersten Menstruation voraus.

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