Aufklärung und Desinformation

 

 

Zur Zeit erlebt das Thema Safer Sex eine Renaissance und gewinnt wieder an Wichtigkeit, da aufgrund neuer Erfolge bei der Entwicklung von AIDSi-Medikamenten (die das Leben der Erkrankten deutlich verlängern können) die öffentlichen Förderungen für die Sexualaufklärung reduziert wurden, inzwischen die Zahl der Neuinfektionen aber wieder wächst. Besonders beliebt sind folgende Trugschlüsse:


    -  „Es gibt inzwischen wirksame Mittel gegen AIDS“

          Bei einigen Leuten besteht die Wunschvorstellung, es gäbe ein wirksames Mittel gegen HIV, was dazu führt, dass Verhütungsmittel bewusst weggelassen werden (siehe Barebacking). Insbesondere in den Werbeanzeigen der Pharmahersteller wird gern verschwiegen, dass die Nebenwirkungen der heutigen AIDS-Medikamente, die Lebensqualität der Patienten sehr stark einschränken. (Durchfälle, Kopfschmerzen, Erbrechen ...)
          Gleiches gilt für Hepatitis, in deren Krankheitsverlauf die Lebensqualität des Infizierten durch starke Medikamente und später im Endstadium durch den täglichen Gang zur Dialyse stark eingeschränkt ist.


    -   „Jetzt ist es ja auch egal“ – Ungeschützter Sex trotz bekannter Infektioni

          Ein weiterer gefährlicher Trugschluss ist der ungeschützte sexuelle Umgang nach einer Infektion mit HIV. Betreiben Betroffene weiterhin ungeschützten Verkehr mit anderen HIV-Infizierten, so riskieren sie, die Wirksamkeit ihrer AIDS-Medikamente weiter zu dämpfen. Dabei kann es dazu kommen, das sie sich mit einem bereits gegen ihr Präparat immunisierten Virenstamm ihres Sexualpartners anstecken (derzeit sind 3 verschiedene HIV-Stämme bekannt), wodurch sich die Lebenserwartung deutlich verkürzen und der Krankheitsverlauf verschlimmern kann.
          Auch bei anderen Sexualkrankheiten (wie zum Beispiel Herpes) steigt die Wahrscheinlichkeit bei Infektion sich mit weiteren Viren oder bakteriellen Krankheiten anzustecken, da das Gewebe durch die bestehende Infektion abgegriffen ist und leichter befallen werden kann.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Safer Sex aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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